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1 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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So

Dieses Äbsondern oder Wegdenken der nicht gemeinschaft-lichen Merkmahle von den gemeinschaftlichen nennt man ab-strahiren; und deßhalb werden die allgemeinen odereigentlichen Verstan d esbeqriffe auch abstractc Begriffegenannt, obschon man sie richtiger abstr ah irende Begriffenennen sollte, weil sie von Etwas abstrahiren; so z. B. ab-strahire ich vom Tuche (dem Stoffe), wenn ich mir beymScharlachkuche nur die rothe Farbe denke.

§. 4 -

Umfang und Inhalt der Begriffe.

Jeder Begriff muß seinen Umfang und Inhalt haben.

Der Umfang wird durch die Menge der Gegenständebestimmt, deren gemeinsame Merkmahle in dem Begriffe zu-sammen gefaßt werden. So hat z. B. der Begriff Körpermehr Umfang, als der Begriff Metall, weil jener mehrGegenstände unter sich faßt.

Der Inhalt eines Begriffes besteht in der Menge derMerkmahle, die er in sich hält. So z. B. hat der Begriff:Vogelsalsein zusammengesetzter) mehr Inhalt,als der Begriff: rothe Farbe, welcher ein einfacher Be-griff ist *).

h. ü.

Arten der Begriffe.

Die Begriffe können entweder in objektiver oder insubjectiver Hinsicht betrachtet werden.

In objektiver Hinsicht, wenn man dasjenige sieht,was der Begriff dem vorgestellten Object (Gegenstände)zulegt.

Hierher gehören weitere'und engere, höhere undniedere, einfache und zusammen gesetzte, logisch-wahre und logisch-falsche, absolute und relative,intellektuelle und empirische Begriffe.

*) Man sehe §. 7.