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1 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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von de» specie! len oder individuellen Bestimmungender letzter» abstrahirt: so erhält man einen Begriff, dasist, eine allgemeine Vorstellung von einem Baume über-haupt.

§. 2.

Von den Merkmahlen.

Alles Mannigfal tige bestehr aus einzelnen Thei-len, deren Betrachtung und Wahrnehmung uns die Merk-mahle zur Erkennrniß des ganzen Gegenstandes gibt. Be-trachtet man diese Merkmahle isolirt, so hat man nur ein-zelne Vorstellungen; ein Begriff aber entsteht erst dann,wenn die einzelnen Merkmahle zu einem Ganzen verbundenwerden. Ein Begriff muß daher, um vollkommen zu seyn,alle Merkmahle enthalten, welche der in seinem Object(Gegenstand) wahrgenommenen Mannigfaltigkeit zukommen.

Die Merkmahle selbst können von verschiedener Arcseyn, wornach sie denn auch ihre Benennung erhalten. Sosind bejahende Merkmahle diejenigen, die dem Gegenständedes Begriffes irgend eine Eigenschaft beylegen; z. B. Er istgelehrt. Die verneinenden im Gegenrheile sprechendem Gegenstände etwas ab, z. B. Er ist unwissend, erhat gar keine Belesenheit; es fehlt ihm an Menschen-kenntnis;.

Die bejahenden und verneinenden Merkmahle können wie-der mehrfach seyn; und zwar:

Innere, die dem Gegenstände des Begriffes eine,äußerlich nicht wahrnehmbare Beschaffenheit zulegen oder ab-sprechen, z. B. Er ist gerecht, er ist ungerecht.

Äußere Merkmahle, die dem Gegenstände, von demwir uns einen Begriff machen sollen, irgend eine in die Sinnefallende Beschaffenheit zulegen oder absprechen, z. B. Er istgroß und dick, er hat keinen rechten Arm.

Wesentliche oder nothwendige Merkmahle, dieman von dem vorgestellten Gegenstände nicht wegdenken kann,