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er, in einem Distichon, Geist vom Dichter gefordert, nichtsweiter; und in Prosa hat er hinzugefügt: „Gemein ist alles,was nicht zu dem Geiste spricht und kein anderes als einsinnliches Interesse erregt." Aber Schiller besaß eine guteMitgift sinnlicher Naivität, und nichts ist vielleicht bezeich-nender für ihn als seine Künstlerschwäche für den Katho-lizismus in „Maria Stuart". Auch hat er gesagt, daß esschwerer sei, einen Brief des Julius zu schreiben, als diebeste Szene zu machen; und was uns schwer fällt, ist vonNatur nicht eigentlich unsere Sache.
Es hat niemals einen durchaus „naiven", niemals einendurchaus „sentimenkalischen" Dichter gegeben — die Wortein ihrer reichsten und tiefsten Bedeutung genommen. Dennder Dichter ist die Synthese selbst. Er stellt sie dar, immerund überall, die Versöhnung von Geist und Kunst, vonErkenntnis und Schöpfertum, Intellektualismus und Ein-falt, Vernunft und Dämonie, Askese und Schönheit -das Dritte Reich.
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