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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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ungefähr lautete:So ist es! Ganz so!" Sie überschätzendie Vorteile, welche eine normale Erkenntnisfähigkeit austäglicher, gewohnheitsmäßiger Anschauung zieht, und Sieunterschätzen die seltenen und guten Dinge, die manIntuition und Beobachtung nennt. Wenn ich zwanzigMinuten lang einem Wittelsbacher zugesehen habe, wie erin einem Ballsaale Cercle hält, oder Wilhelm dem Zweiten,wie er eine Grundsteinlegung vornimmt, so habe ich inten-sivere, wesentlichere, mitteilenswertere Eindrücke von Fürsten-tum und Repräsentation gewonnen, als irgendein Hofmar-schall in zwanzig Dienstjahren gewinnt. In einem Leit-artikel derFrankfurter Zeitung" war neulich zu lesen, dieparadigmatische Wirkung, die vom Prinzen Klaus HeinrichanSgehe, lasse alles verblassen, was Jsokrates, Ludwig derHeilige und Basedow über Prinzenerziehung gesagt hätten.Das ist natürlich eine lustige Übertreibung. Aber man darfglauben, daß der politische Redakteur derFrankfurter Zei-tung" ein Mann ist, der in Welt und Wirklichkeit Bescheidweiß, und wenn mein Roman der Wahrheit so dreist insGesicht schlüge, wie mir Schuld gegeben wird, so ivürde erihm als Lehrbuch kaum so entschieden den Vorzug vor demFürstenspiegel des Professors Münch gegeben haben.

Aber all das ist viel weniger wichtig, als es wohl scheint.Der öffentliche Irrtum,Königliche Hoheit" sei einHof-roman", hat seine Vorteile für mich gehabt, er hörtdarum nicht auf, ein Irrtum zu sein. Nichts hak mir fernergelegen, als der Wunsch, eine objektive Kritik des modernenPrinzenkums oder gar eine Serenissimus-Satire zu schreiben,und kein Zeit- und Berussgenosse Eduards von Englandoder Leopolds von Belgien braucht sich durch mein Buchin seiner Fortgeschritkenheit beleidigt zu fühlen. Der Fürst,