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seinem körperlichen Gebrechen, seiner ganzen Lebensstimmung,sich sein Verhältnis zu den Schulbankgenossen, Lehrern, Kom-militonen, Regimentskameraden nicht so, wie in meiner Er-zählung, gestalten? Schuljungen wären keine Höflinge?Vielleicht muß man ein Prinz sein, um das zu glauben.Und wenn sie ö nicht sind, können sie nicht darum immernoch fähig fein, die erkältende Wirkung zarter und haltungs-voller Einsamkeit zu spüren, zu scheuen, zu achten? Manbeanstandet, daß ich den kleinen Klaus Heinrich nicht ord-nungsgemäß nach Berlin oder Potsdam geschickt habe.Aber man frage jeden Ästhetiker, wie sich innerhalb gerademeines Buches diese realen Ortsnamen ausgenommen habenwürden. Dag Wort „Berlin", ein einziges Mal in einereinzigen Zeile aufklingend, hätte mit den hundert störendenJdeenverbindungen, die es hervorruft, meine ganze Ima-gination über den Haufen geworfen. In einer Dichtunggelten noch ein paar andere Rücksichten als die auf dieWirklichkeit, und es bedeutet noch keinen Mangel an Exakt-heit, wenn man Gefühl genug hat, solche Rücksichten zubeobachten. Und Klaus Heinrichs repräsentatives Schein-leben, sein Korpsstudententum zum Beispiel? Darf dennein Prinz fechten? „Steigt ein Hohenzoller in die Kanne?"Und die Audienzen, die Reisen, die Reden — dieser ganzeerhebende und künstlerische Trug? Das alles wäre falsch,wirklichkeitswidrig, wäre auf „unwahre Behauptungen" ge-gründet? Nein, gnädigster Herr, für das alles habe icheinen Häufen dokumentarischer Belege, das habe ich zumguten Teil mit meinen beiden Augen ausgenommen, dieselbstverständlich tiefer sehen gelernt haben, als die Ihren,und auch aus Ihrer eignen Sphäre ist mir nach dem Er-scheinen meines Buches mehr als ein Zuruf geworden, der