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„Ich muß es aber gleich haben." Achselzucken. Ich er-innere mich nicht, daß mir das bei Ihnen passierte. „Ichglaube", sagen Sie vorsichtig, „es ist da." Und dann isteö da. Vielmehr cs ist nicht nur irgendwie da, sondernSie wissen einen auch noch bei der Wahl der Ausgabeglücklich zu korrigieren. Man möchte Lawrence Sterneauf englisch haben, und mechanisch sagt man „Tauchnitzedilion". „Ach, Tauchnitz edition?" sagen Sie dann, „dagwürde ich Ihnen nicht raten. Ich habe da aus Londoneine Ausgabe mitgebrachk — sehen Sie hier: Macmillanand Co. Limited, sehr gut gedruckt, sehr leicht in der Hand,sehr preiswert." Und inan ist Ihnen dankbar.
Aber das alles ist nicht die Hauptsache. Die Hauptsacheist, daß Sie mit dem Herzen Buchhändler sind; daß Sienicht ebensogut mit Strümpfen oder Semmeln handelnkönnten; daß Sie Ihre edle Ware lieben und stolz undeifrig sind, das Buch, den Träger des feinen und freienGedankens unter den Leuten zu verbreiten. Sie „führen"wohl auch das Geringe, das Abgeschmackte, das Unterge-ordnete — natürlich, man verlangt es, und Sie sind Kauf-mann, Sie sehen auf Ihren Nutzen, Sie wickeln dem Kun-den das Schlechte wie das Rechte mit gleicher Zuvorkom-menheit in Papier. Aber Ihres Geschäftes recht frohwerden Sie doch erst, wenn Sie das Vortreffliche, dasHochstehende und Künstlerische fördern, empfehlen, versen-den, vermitteln dürfen. Dann fühlen Sie sich, dann freutSie die Arbeit. Ist dies, diese innere, höhere Teilnahmeder eigentliche Grund, weshalb man zu Ihnen kam, wes-halb Sie reüssierten? Ich möchte es glauben.
Jetzt ist es schon unwirtlich hier draußen. Die Tagesind kurz, der Garten ist kahl, es riecht dort nach faulenden