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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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321
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schon an Gründe des Verdiensieg halten, denn das Glückist angreifbar, unwägbar und entzieht sich der Analyse.

Es hat als Erklärung nicht viel auf sich mit der bevor-zugten Lage Ihres Geschäftes. Beispiele lehren, daß manin der Briennerstraße vorzüglich Pleite gehen kann. Eherkönnte man anführen, daß Ihre frühere Stellung Ihnenhervorragend günstige Gelegenheit bot, Beziehungen anzu-knüpfen, sich unter Münchens Bücherfreunden bekannt (undbeliebt) zu machen, sich geschäftlich auf alle Weise zuorientieren. Sie konnten etwas wagen darauf hin; der Er-folg war es noch nicht. Wie nötigten Sie ihn herein?

Sie singen damit an, Ihre Auslagen so glänzend, somodern, so unterhaltend, so einladend zu gestalten, wie keindem reinen Buchhandel (nicht auch dem Kunsthandel) ge-widmetes Geschäft in München das je verstanden hatte.Sie erwiesen sich als gewissenhafter, absolut zuverlässigerKaufmann. Ihre Rechnungen stimmten. Es waren keineirrtümlichen Posten darauf (was selbstverständlich klingt,aber nicht allerwärks der Fall ist). Sie erweckten Ver-trauen. Sie liierten sich ferner mit Münchens bedeutend-stem literarischem Verein. Sie führten seine Geschäfte undvertrieben die Eintrittskarten für seine Veranstaltungen.Dag half, Ihren Laden zu einem Treffpunkt der literarischinteressierten Leute zu machen. Was sehr wichtig ist: Siehatten immer alles auf Lager. Wie Sie das ansangen, istIhre Sache, aber es ist so, und es ist nicht überall so.Man braucht ein Buch, man geht zum Händler, und leider,bitte sehr um Entschuldigung, ist es in diesem Augenblickzufällig nicht vorrätig.Ich darf es kommen lassen, nichtwahr? In zwei, drei Tagen ..."Aber ich brauche esgleich."Sofort nach Eintreffen schicke ich es Ihnen zu."

Mann, Ncde und Antwort