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Ironisches, was er gab, sondern nackte Revolution. Dasist nicht meine Sache, aber es ist eine große Sache, wennes Sache des Blutes ist und aus menschlicher Wahrheitkoinmt, wie hier. Denn der Verdacht, ein dienstsertigerNichtS-alö-Künstler beeile sich damit, der Modestimmungdes literarischen Publikums entgegenzukommen, ist sofortzu verwerfen. Diesen geistreichen und leidenschaftlichen Mund,der schmal ist wie eines Messers Schneide, die berühmte An-sprache des Deutschland-Reisenden an die „Mit-Wölfe"halten zu hören, isi ein Genuß ersten Ranges, den ein zuwenig zahlreiches Publikum mit mir teilte. Die private undschlimme Heiterkeit, zu der gewisse Aktualitäten in Heines/s9 er Spottgedicht „Aus Krähwinkels Schreckenstagen"ihn zu nötigen scheinen, sprengt den Rahmen der Produk-tion und wirkt dennoch künstlerisch. Und daß der Poet,der Mensch so stark in ihm ist wie der Aufwiegler, beweistdas melancholische Gefühl, womit er den englischen Karlan der Wiege seines „Henkerchens", des Köhlerkindes, seinhoffnungslos-ahnungsvolles Eiapopeia singen läßt:
OaS Kätzchen ist tot, die Mäuschen sind froh —
Wir müssen zu schänden werden —
Eiapopeia — im Himmel der GottUnd ich, der König aus Erden.
Aber seine Rezitation der „Wanderraten" ist schlechthin ent-setzlich! Man kennt dieses Gedicht nicht, ohne eg von ihmgehört zu haben. Es ist die scheußliche Vision des letztenund kahlsten Radikalismus, der heute einen russischen Namenhat, vorgetragen von Hardt mit einer Wildheit des Tem-pos, der Akzente, des Stimmklangs, der zuckenden Gebärde,die Schrecken erregt und in die Flucht treiben könnte, aberkünstlerisch unzweifelhaft etwas Äußerstes enthüllt.