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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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quälende Maßstablosigkeit und Anarchie der Zeit, deren dieUnlauterkeit sich bedient, um Verschüchterung und Verwir-rung ins Publikum zu tragen: dies alles bedeutet die Ge-fahr einer Verflachung des künstlerischen Schaffens selbst;es drängt die Künstler, denen es um das Echte, Kühne undReine zu tun ist, zu einem ideellen und sichtbaren Zusam-menschluß.

Die Aufrusenden können nicht genug betonen, daß siemit ihrer Gründung nichts weniger bezwecken, als demdeutschen Geistesleben ein gesellschaftliches Gepräge zu geben,es in einem unnationalen Sinn zentralistisch und einförmigzu gestalten, die Einsamkeit des einzelnen zu stören, dieDämonie des Talents durch Amtlichkeit zu binden. DieDeutsche Akademie" sei ein Treubund, der, über allenGegensätzen der Generationen, Individuen und Schulen,im Zeichen dessen stehe, was allen gemeinsam ist, der Liebezur Kunst.

Der Aufbau der Akademie ist folgendermaßen gedacht.Sie gliedert sich in die vier Gruppen der Dichtung, derMusik, der Bildenden Kunst und des künstlerischen Lebens,und zwar zu je vierundzwanzig Köpfen. (Als Förderer deskünstlerischen Lebens gelten Männer, die sich um seine Pflegeund Vertiefung in edler Weise verdient gemacht haben.)Diese Gruppen bilden ans sich Kapitel zu je acht Köpfen, dieden Charakter von Arbeitsausschüssen haben sollen. Ihnenangegliedert ist ein verwaltendes Kapitel von sünfMitgliedern,denen ein Archivar und ein Syndikus beigegeben sind. Ander Spitze der Akademie stehen vier den einzelne» Kapitelnentnommene Ehrenkapitulare.

So soll die Akademie die unveränderliche Zahl von 101Mitgliedern umfassen. Doch soll eine nicht zu bestimmende