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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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sie jene bedeutenden Dinge, von denen ich sprach, so vielfreudiger ergriff, so geschah es, weil sie sie eben als dasModerne, den Fortschritt, die ingeniöse Zukunft empfand,das andere aber als Romantik, als rückwärts gewandtenTraum, als Sympathie mit dem Tode. Verschließen wiruns nicht einer gewissen Verrufenheit, die mit allem roman-tischen Wesen allezeit verbunden sei» wird. Um ihrer innezu werden, braucht inan das WortRomantik" nur ausder Sprache des Geistes und der Kunst in die der Politikzu übersetzen, es lautet da:Reaktion", und das ist jadas Gegenteil von Modernität, Humanität und Fortschritt,das Wort äußerster Verdammnis im Munde der politischenTugend.

Nun hat es ja, meine Herren, mit dem vielbeschwatztenRomantizismus einer Kunst, die, um nur ein äußerlichesBeispiel zu nennen, das Thema des Deutschen Kaisers imPalestrina" hervorbrachte, wirklich etwas aus sich. Ichhabe neulich, als wir im Hoftheater denArmen Heinrich"hörten, mehr als einmal gestaunt über eine, wie ich glaube,beispiellose Intimität mit dem christlichen Mittelalter, diein diesem Liede von Dlual und Erlösung waltet; und es warein schöner Augenblick, als mein verehrter Freund Waltermich mit einem Blick voin Dirigentenpulte her auf de»Mönchschor des dritten Aktes aufmerksam machte, von denier mir zuvor gesagt hatte, daß er nicht etwa, wie man ver-muten möchte, historische Aneignung, sondern freie Erfindungsei. Niemand wird leugnen, daß man bei diesen Lautenund wie oft sonst noch in diesem Werk und dem Werldieses Künstlers überhaupt in der Tat seelisch von Neu-zeit und Fortschritt weit entfernt ist. Aber die Kunst, meineHerren, ist irrationales Gebiet, wie das Leben selbst, und