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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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wenig ich schon vor Ausbruch der Freiheit zu denen gehörte,die ausgemacht in der Realität des Deutschen Reiches denSchandfleck des Eröangesichtes erblicken wollten. Aber wen»es wahr ist, was die Widmung besagt:Dem lange Ver-kannten, endlich Erkannten," so bedeutete dag ja einenEinwand gegen die deutsche Wirklichkeit der letzten dreißigJahre, einen Einwand, so schwer, daß er an und für sichbeinahe einer Widerlegung dieser Wirklichkeit als der wahrenWirklichkeit Deutschlands gleichkäme.

Sei dem wie ihm sei, die materielle Prosperität mitkaiserlich-romantischer Stirnseite war der Erkenntnis dessen,was wir heute feiern, offenbar nicht eben günstig. Sie wargünstiger entschieden anderen, ebenfalls bedeutenden undfesselnden Dingen, europäisch-intellektualistischen Sensationen,die durchaus werk waren, gefeiert zu werden, aber mit demGeheimnis des Deutschtums wohl eigentlich weniger zu tunhakten, als, sagen wir, mit internationalem Betrieb. DiesenDingen also gab die Zeit vor dem, was uns heute nichtnur über Las Elend der deutschen Wirklichkeit tröstet, son-der» was heute einzig deutsche Wirklichkeit ist, merklich denVorzug; und wo sie es nicht zu tu» schien, da lag etwaswie Irrtum und Mißverständnis in der Lust, die Peineines beleidigenden Ruhmes, beleidigend, weil der Ver-dacht nicht ganz von der Hand zu weisen war, daß er ausder Verwechslung von Seele und Stukkatur beruhe, näm-lich so, daß man für den Bestandteil einer romantischenReichsfassaöen-Dekorakion »ahm, was mit solcher Deko-ration schlechterdings nichts zu schaffen hatte.

Im ganzen aber war das romantische Wesen dieser Kunstin den Augen der Zeit ja eher ein Zweifels- und Verdachts-gcund, als ein Grund sympathetischen Einklanges, und wenn