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und sich in solcher Stunde ein wenig „vom Ban" fühlenzu dürfen, vom Ba» des Guten.
Meine Herren, dies ungefähr meinte ich, als ich vondem Glück und der Ehre sprach, die es für mich bedeutet,hier und heute der Dolmetsch Ihrer Empfindungen zu sein,blnserem lieben und teuren Hans Psitzner zu feinem Lo. Ge-burtstag Ihre Glückwünsche darzubringen, nebst den meinenund denen Tausender, die hier nicht zugegen sind, ist meinAuftrag, — ein schöner, bedeutender Auftrag, den schwer zunehmen und dessen auf leidlich bedeutende Art mich zu ent-ledigen ich alle Ursache hätte. Doch erwarten Sie nicht vonmir, daß ich Pfitzners Werk, den kulturellen Wert seinesLebens hier kritisch zu feiern versuche. Dazu ist bei Tischenicht der Augenblick. Auch ist Analyse nicht Sache des festlichgehobenen Herzens: dessen Sache ist vielmehr die Synthese,der Impuls, das unmittelbare oder wieder unmittelbar ge-wordene Gefühl. Dein Gefühl der Liebe, Treue und Dank-barkeit gehört die Stunde, ihm darf ich Ausdruck geben,darf es darbringen, so gut das spröde Wort meinesMundes es vermag.
Lassen Sie mich hinzusügen, daß unser Gefühl für diesWerk und dies Künstlerleben durch die Zeikumstände einebesondere Innigkeit, eine trotzige und, ich möchte sagen,Vagabundenhafte Innigkeit gewinnt. In einem Augen-blick, da Deutschlands Wirklichkeit wieder einmal in „Dunst"vergeht, fühlt unser Herz sich tiefer an das verwiesen, wassich im Gedichte aus den „Dunst" reimt, und was sich,unter uns gesprochen, vielleicht reiner und richtiger daraufreimt, als es sich auf die deutsche Wirklichkeit des letztenMenschenalters reimte. Ich gehöre nicht zu denen, die sichheute in der Beschimpfung des Vergangenen gefallen, so