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dessen erstarrtes, wunschloses Antlitz am Ende der Scheindes Mondes fällt, — er war es selbst, der ruhen sollte,Friedrich Huch.
In einem Briefe schrieb er: „Ich ziehe mich jetzt aufvierzehn Tage in die Klinik zurück. Dann will ich nachPolen aufs Gut meiner Freunde und tüchtig arbeiten."Das dachte er, das wollte er. Wußte und wollte seineSeele es anders? Zu denken, daß er eia Vollendeter war,ist schwer; denn er prangte ja in seiner Manneskraft, undwir wissen von einem unfertigen Werk, von weiterenPlänen. Zu denken, daß der Tod eines wichtigen Menschenein bloßer, blinder, sinnloser Zufall sein könne, das ist nochschwerer. Er ahnte und starb, llnd uns bleibt nichts, alszu erschauern und uns zu beugen.
Aber gibt es Todesahnungen nicht allein für den, dersterben wird? Ich hätte hundertmal Veranlassung gehabt,ihm zu schreiben, ihn zu seiner Produktion zu beglückwün-schen, ihn meines herzlichen Anteils zu versichern. Jetzt,vor ein paar Wochen, schrieb ich ihm, dankte ihm ausspontanem Bedürfnis für eine Novelle von seiner Hand,die eben in einer Monatsschrift erschienen und die erfülltwar von seinem herben EinsamkcitSpathos, seinem tiefenund liebevollen Spott über philisterliches Glück. Der Briefsoll ihm ei» wenig Freude gemacht haben, noch aus demKrankenbett, und wie froh muß ich sein, daß ich in aller-letzter Stunde tat, was ich so oft hätte tun können. Aberwarum tat ich es eben jetzt?
Wir nehmen Abschied von dir, Friedrich Huch, lieber,edler Freund, lieber und edler Dichter. Wir grüßen dich,wir danken dir, wir werden dich niemals vergessen.
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