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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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sich an diesem Werke, sondern in freiem, sendungsmäßigeinSchaffen, und wie es im Epilog zur Glocke heißt, daß derverewigte Meister dasbretterne Gerüste" nicht verschmähthabe, um die höchsten Gegenstände der Menschheit darausabzuhandeln, so war hier ein Künstler, der, ausgestattetmit allem, was nur irgend für dichterisch gilt: mit lyrischenund symbolischen Kräften, mit einem geheimnisvollen Humor,mit ti'efinnerlicher Musikalität, mit heiter-schmerzlichsterKenntnis der Menschenseele, mit inbrünstigem Naturemp-sinden, die Form oder Unforni der breiten Prosaerzählung,des Romans nicht verschmähte, um solchen dichterischenVollgehalt darein zu ergießen:Und manches tiefe Werkhat, reichgestaltig, den Wert der Kunst, des Künstlers Werterhöht."

Daß so zarten und gehobenen Werken sofort Erfolg bc-schieden sein konnte, daß wenigstens ein und dag anderevon Friedrich Huchs Bücher» schon heute massenweise iniPublikum verbreitet ist, das ist eine der erfreulichsten Tat-sachen der neuesten Literaturgeschichte; und uns Zurück-bleibenden mag es ein tröstender Gedanke sein, daß der zufrüh Geschiedene Zeit gehabt hat, die Sympathie, dagVertrauen, den erwärmenden Beifall seines Volkes zu er-fahren. Wenn es so sein konnte, so lag es an den hervor-ragend nationalen Eigenschaften, welche dies Werk auS-zeichuen: denn ein außergewöhnliches Kunstwerk kann un-mittelbar eiuleuchten und Anklang finden, wenn es starknational ist. Friedrich Huch, dieser Mann mit dem holz-schnittartigen Kops und den blauen Seemannsaugen warein kerndeutscher Künstler. Seine Kunst war allem ver-wandt, was uns deutsch heißt: der Dürers etwa, der Wil-helm Raabes, und der deutsche Leser fand darin den