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„Von ollen Dingen auf einmal zu reden", ordnend, er-kennend und bekennend davon zu reden, war Not und Be-gierde, Aufgabe und Leidenschaft dieses Buches ohne Gat-tung und Vorbild, das, von der „großen Presse" nachsichtigbeschwiegen, tausend geängstigten Herzen — in all seinereigenen Qual — Labsal und Geisteghilfe zu bringen ver-mochte. Nicht, daß ihm die Lösung seines unendlichen ProblemS gelungen wäre oder daß es sich ihrer im entferntestenvermessen hätte — nur das Leben vermag diese Lösung undAufhebung herbeiznführen; Sache des Gedankens konnte esnur sein, das Problem antithetisch zu begreifen und in allenseinen Beziehungen mit Kraft zu durchdringen. Aber besaßund besitzt das Buch, auch hierin nur, in den Ländern derSieger ein Gegenstück? (Ich frage sachlich. Das Werkliegt hinter mir, und ich könnte es heute nicht schreiben.)Der französische Gedanke gipfelte und triumphierte in einerhöchst nationalen Art von kriegerischem Pazifismus, welcher„den Krieg töten" zu wollen erklärte „in DeutschlandsBauch". Der englische erhob sich zu jener Loyalität desgesunden Menschenverstandes, deren erheiternde Wirkungich von Herzen zu schätzen weiß, und dessen Aufgabe es dort-zulande ist, den nationalen Cant, den gesunden und prak-tischen Wahn der „edlen Motive" auf Spaßmacherart z»verspotten. Haben die Barbusse und Shaw sich gemüht,wie der Deutsche sich, als Deutscher, notwendig zu mühe»hatte? Wahrhaftig, dies Buch hatte ein Recht, deutsch zusein in seiner Parteinahme, da es so deutsch war seinemWesen nach. Und wenn es Sie, Graf Keyserling, in Ihrer„persönlichen Überzeugung" bestärkt hätte, daß das Pro-blem der modernen Menschheit, das Problem der Wieder-verknüpfung von Geist und Seele und damit des Lebens