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Der Marquis schreit nicht auf über bas, wag seinPartner da in Wedekinds Auftrag gesagt hat. Er entgegnetmit einer Frechheit:
„Gib mir die dreißigtausend Mark," sagt er (jetzt sindes schon dreißigtausend), „dann komme ich mit."
„Wenn du mich begleitest," antwortet Scholz undschüttelt still den Kopf, „so brauchst du kein Geld mehr."Und nun lockt er ihn. Er malt ihm die frommen Annehm-lichkeiten des Lebens aus, das ihn an seiner Seite erwartet.Es wird ein behaglicheres Leben sein, als der gehetzte Spitz-bube es jemals gekannt hat. „Wir halten uns Wagen undPferde, wir spielen Billard..."
Keith tut, als höre er nicht. Es ist genau, als hätte er sichdie Ohren mit Wachs verstopft, so wenig hört er. Er ant-wortet nicht anders, als indem er laut und inständig nach „dendreißigtausend Mark" verlangt (gleich werden cg vierzig sein),die ihm über die „momentane Krisis" hinweghelfen sollen.
Da nennt Scholz ihn geradezu einen Wahnsinnigen.„Ich gebe solche Summen keinem Wahnsinnigen!" sagt er.Und eg folgt ein kurzes, schauerliches Replikenspiel mit demBegriff, dem Problem des Wahnsinns.
„Dn bist der Wahnsinnige!" ruft Keith. (Denn Scholzhat ja kapituliert und geht in die Anstalt.)
„Ich bin zu Verstand gekommen", erwidert Scholz.(Denn er hat ja eingesehen, daß er wahnsinnig ist.)
„Wenn du dich in die Anstalt aufnehmen lassen willst,weil du zu Verstand gekommen bist," resümiert Keith,„dann — geh hinein."
Und der andere versetzt ihm grob und grausam:
„Du gehörst zu denen, die man mit Gewalt hineinbringenmuß!" Das sind Wechselreden durchaus ungeheuerlicher