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und übernationale Moment gemeinsam: sie sind beide reli-giöser Natur, — religiös in einem neuen, lebenswichtigenund zukunstsvollen Sinn. Welches ist dieser Sinn?
Dort, wo Mereschkowskij die russische „Kritik", die mitGogol einsetzte, als einen Fortschritt gegen die Puschkinsche„Poesie" kennzeichnet und sie den „Übergang vom unbewuß-ten Schassen zum schöpferischen Bewußtsein" nennt, da gibter ihr noch einen anderen, größeren Namen: er nennt sieden „Anfang der Religion". Kritik als Anfang der Reli-gion! Aber das ist Nietzsche! Nietzsche hat dag Christen-tum und die „asketischen Ideale" mit den äußersten Mittelnbekämpft, er verschmähte nicht einmal die der positivistischenAufklärung. Aber nicht um der positivistischen Aufklärungwillen schleuderte er gegen das Christentum seine Blitze,sondern um einer neuen Religiosität, eines neuen „Sinnesder Erde" und um der Heiligung des Leibes willen, imNamen des „Dritten Reiches", von dem Ibsen in seinemreligionsphilosophischen Drama sprach, des Reiches, dessensynthetische Idee seit Jahrzehnten über den Rand derWelt emporgestiegen ist und ihre Strahlen schon weit überdie bedürftigen Länder der Menschen wirft. Seine Syn-these ist die von Aufklärung und Glauben, von Freiheitund Gebundenheit, von Geist und Fleisch, „Gott" und„Welt". Es ist, künstlerisch ausgedrückk, die von Sinn-lichkeit und Kritizismus, politisch ausgedrückt, die vonKonservatismus und Revolution. Denn Konservatismusbraucht nur Geist zu haben, um revolutionärer zu seinals irgendwelche positivistisch-liberalistische Aufklärung, undNietzsche selbst war von Anbeginn, schon in den „Unzeit-gemäßen Betrachtungen", nichts anderes als konservativeRevolution.