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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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dieser schönen Verbindung meines Namens mit russischerDichtungetwas machen" würde. Wie sehr, wie tief ermich erfreute, indem er diese Verbindung und Beziehungknüpfte, was für ein kleines erotisches Fest nur der An-blick dieser Widmung bedeutete, wußte er kaum. Wahr-haftig! Ich habe einen oder den anderen der dort ver-deutschten Gogolsprossen in dem Verdacht, daß er in seinerFerne bestimmte Dinge von mir gelesen und gut gelesenbat. O holder Austausch! O schöne und sympathievolleWeite des geistigen Lebens!

Und heute nun also soll ich selber Reigenführer russischerErzähler sein, soll deutsche Leser eingeleiten in ihre Sphäre?Was man sich nach und nach für Wirklichkeitswürden er-lebt! Aber wie man aus dem Abenteuer mit Anstand davon-kommt, das weiß man freilich nicht recht.

Am besten noch, ich fahre so lyrisch-persönlich fort, wieich einmal begonnen, und bekenne erläuternd, daß mir meinVerhältnis zur russischen Literatur jetzt mehr denn je, odereigentlich erst jetzt so recht, als eine lebenswichtige An-gelegenheit, wörtlich verstanden als eine Angelegen-heit von geistig vitaler Bedeutung erscheint. In der Tatsind es zwei Erlebnisse, welche den Sohn des i g. Jahr-hunderts, der bürgerlichen Epoche, zur neuen Zeit in Be-ziehung setzen, ihn vor Erstarrung und geistigem Sterbenschlitzen und ihm Brücken in die Zukunft bauen, näm-lich das Erlebnis Nietzsches und das des russischen Wesens.Diese beiden. Es sind Erlebnisse von höchst unterschied-lichem nationalen Charakter, das ist wahr; man sollte ausden ersten Blick nicht denken, daß sie etwas miteinanderzn schassen haben. Dennoch haben sie dies entscheidende