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dänischen Norden ein Bruder, daß Herman Dang sie schonebenso genannt hatte. Wie weit und schön und sympathie-voll ist das Leben im Geiste.
Geliebte Sphäre! Moralistisch, leidvoll, menschlich undkomisch. JugendmythoS der russischen Literatur! Die per-sönliche Annäherung an sie im Bürgerlich-Wirklichen, dieHerstellung realer Beziehungen zu ihr war ein exotischerTraum, der dann und wann Anläufe nahm, Lebenssubstanzzu gewinnen. Als ich fünfundzwanzig war oder etwasälter, hieß cs, Tolstoi werde zum Friedenskongreß nachChristiania kommen und reden. Ich überrechnete meineMittel und war dreioiertel entschlossen, ebenfalls nachChristiania zu fahren, um Tolstoi zu sehen. Er sollte eherklein von Person und großköpsig sein, wie Wagner. AberTolstoi wurde krank und sagte ab. So hatte ich es mirgedacht und war im Grunde wohl einverstanden damit.Tolstoi blieb Mythos.
Diele Jahre später sah ich ans dem Lande einen Herrnaus Petersburg bei mir, einen Deutschrussen, der eine russischeVortragsreise mit mir verabredete. Ich sollte in Moskau,Petersburg, Riga und Helsingsors lesen, das Nähere bliebzu vereinbaren. Das war sabelhast. Ich würde die Nach-fahren Gogols besuchen, Andrejew, Ssologub und Kusmin.Ich würde mit ihnen Piroggen essen und Tee trinken,wahrscheinlich auch eingemachte Pilze, Schnaps und Zigaretkenwürde es geben, und vielleicht würden sie mündlich zu mirsagen: „Erbarmen Sie sich, Väterchen!" oder: „UrteilenSie doch selbst, Foma Genrichowitsch!" Aber dann kamder Krieg, der falsche, irrtümliche, verdammenSwerte Kriegmit Rußland, weil seinerzeit irgendwelche Tölpel Bismarcks