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Gebrechen bekannt, und der Wackere, obgleich entsetzt, über-windet sich, der Welt zum Trotz, bei seinem gütigen Herrnzu bleiben und ihm nach Kräften zu helfen. Er umgibtihn mit Sorgfalt, ist überall vor und mit ihm, sieht allesvorher und, größer und stärker als Schlemihl, überdeckt erihn in Augenblicken der Gefahr geschwind mit seinem eigenenprächtigen Schatten. So wird es Schlemiklen ermöglicht,sich unter den Menscben zu bewegen und eine Rolle zuspielen. „Ich mußte freilich viele Eigenheiten und Launenscheinbar annehmen," sagt er. „Solche stehen aber demReichen gut." Niederlagen, Demütigungen bleiben nichtaus. Und nicht lange, so spinnt jene rührende Episode sichan, die ein unsterbliches Thema romantischer Poesie: dieLiebe des Gezeichneten, Gehetzten, Infamen, Verdammtenzu einem reinen und ahnungslosen Mädchen in stillerbürgerlicher Menschlichkeit abwandelt.
Es ist das unselige Idyll mit dem Forstmeisterskinde,und nichts feblt dabei, was typischerweise zur Entwicklungdes Themas gehört, weder die unschuldig eitle Kuppelei derMutter und die biedere Ungläubigkeit des Vaters, der „sohoch nicht hinaus will", noch die GewissenSgual des Wer-benden, die Ahnungen des Mädchens, ihre zärtlichen Ver-suche, in dag Geheimnis des Geliebten einzudringen, undihr WeibeSrus: „Bist du elend, binde mich an dein Elend,daß ich es dir tragen helfe!" Aber alles ist neu beseelt, neubelebt, und ein so bewegter Ernst des Ausdrucks, ein solchesWahrheitsöetail herrschen hier, daß man die Phantastik derVoraussetzungen völlig vergißt, daß auch der Dichter sievöllig vergessen zu haben scheint. Nirgends ist die Erzäh-lung so wenig Märchen wie hier, nirgends so ganz No-velle, Wirklichkeit, ernstes Leben, und ein paar Verse scheinen