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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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der Wichtigkeit eines gesunden Schattens für die Honettitäkeines Menschen so vollkommen einz»spinnen, daß wir Aus-drücke wiedüsteres Geheimnis" nicht mehr als übertriebenempfinden, sondern vielmehr i» einem Manne ohne Schat-ten den geschlagensten und anstößigsten Mann unter derSonne erblicken. Wir sehen den reichen Schlemihl des

Nachts bei Mondschein in einen weiten Mantel gehüllt,

den Hut tief in die Augen gedrückt, sein Hang verlassen, ^

getrieben von dem selbstquälerisrben Wunsche, die östent- li

liche Meinung zu prüfen, sein Schicksal aus dem Munde

der Vorübergehenden zu vernebmen. Wir sehen ihn sich ^

ducken unter dem Mitleid der Frauen, dem Hohn der Ju- »

gend, der Verachtung der Männer, namentlich der Wohl- >

beleibten,die selbst einen breiten Schatten werfen". Wirsehen ihn zerrissenen Herzens nach Hause wanken, da einholdes Kind, das von ungefähr ihr Auge auf ihn wandte,beim Anblick seiner Schattenlosigkeit das schöne Antlitz mitdem Schleier verhüllte und gesenkten Kopses vorüberging.Seine Reue über den Handel ist grenzenlos. Und die Er-zählung erhebt sich wieder zu einem ihrer seltsamsten Höhe-punkte in dem Zwischenfall mit dem Kunstmaler, denSchlemihl unter allerlei Vorwänden fragt, ob er einemMenschen einen künstlichen Schlagschatten malen könne, derihm aber die kalte Antwort erteilt:Wer keinen Schattenhat, gehe nicht in die Sonne, das ist das Vernünftigste undSicherste" und ihn mit einemdurchbohrenden" Blickverläßt.

Mit der größten Lebenswahrheit ist hierauf geschildert,wie Schlemihl sich mit seinem Fluche so leidlich einzurichtensucht. Seinem Kammerdiener, einem Burschen von guterPhysiognomie, hat er in weicher Stunde sein schimpfliches