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Dichter in einem menschlich und politisch desperaten Zu-stand auf dem Gute der ihm befreundeten Familie Jtzen-plitz botanisierte. Er selbst hat anSgesagk, daß er die Ar-beit unternommen habe, um sich zu zerstreuen und die Kin-der eines Freundes (Eduard Hitzig) zu ergötzen. Dannliegen noch ein paar Mitteilungen vor über kleine Begeg-nisse, die den Anstoß zur Bildung der Fabel gaben. „Ichhatte," äußert Chamisso in einem Briefe, „auf einer ReiseHut, Mantelsack, Handschuhe, Schnupftuch und meinganzes bewegliches Gut verloren. Fouque frug mich, obich nicht auch meinen Schatten verloren habe? und wirmalten uns das Unglück aus. Ein anderes Mal wird ineinem Buche von Lafontaine geblättert, wo ein sekr ge-fälliger Mann in einer Gesellschaft allerlei aus der Taschezog, was eben gefordert wurde — ich meinte, wenn mandem Kerl ein gut Wort gäbe, so zöge er auch noch Pferdeund Wagen aus der Tasche. — Nun war der Schlemihlfertig, und wie ich einmal auf dem Lande Langeweile undMuße hatte, fing ich an zu schreiben." Wilhelm Rauschen-busch, der Herausgeber der zweibändigen Grokeschen Cha-misso-AuSgabe und ein persönlicher Bekannter des Dichters,fügt hinzu, daß zur Entwicklung der Fabel wesentlich einSpaziergang beigetragen habe, den Chamisso einmal mitFouque auf Nennhausen, dem Gute Fouques, gemacht.„Die Sonne warf lange Schatten, fo daß der kleine Fouquenach feinem Schatten fast so groß aussah, als der hoch-gewachsene Chamisso. Sieh, Fouque, sagt da Chamisso, wennich dir nun deinen Schalten aufrollte und du ohne Schattenneben mir wandern müßtest? Fouque fand die Frage ab-scheulich und reizte dadurch Chamisso, die Schattenlosigkeitneckisch weiter augzubeuten." — ZerstreuungsbeöursniS,