Weltgeschichte bildet und daß wir Zeugen von Ereignissengewesen sind, wie sie in so außerordentlicher Weise derWechsel der Dinge seit langer Zeit nicht hervorgebracht hat.Das bedeutet viel sür unsere Neugierde, aber nichts fürunser Glück. Schließlich zwingen mich diese Schurken vonKaisern, Kaiserinnen und Königen, noch das kommendeJahr auf dem Seile zu tanzen. Ich tröste mich darüberin der Hoffnung, dem einen oder dem anderen kräftigeSchläge auf die Nase mit der Balancierstange zu geben.Aber wenn dies geschehen ist, muß man wirklich zum Friedengelangen. Welche Opfer an Menschen! Welche entsetzlicheSchlächterei! Nur schaudernd denke ich daran. Wie demauch sei, man muß sich ein ehernes Herz anschaffen undsich auf Mord und Metzeleien rüsten, die Dorurteilsvolleheroisch nennen, die aber immer schrecklich sind, wenn mansie aus der Nähe betrachtet."
An den Earl Marishal: „Sie sagen mir, daß meineFeinde mich bis in den Eskurial verleumden. Ich bin darangewöhnt. Ich höre über mich nichts als die Unwahrheit.Ich bin vollgestopft mit nichtswürdigen Schmähschriftenund gemeinen Lügen, die der Haß und die Erbitterung inganz Europa fortwährend verbreitet. Man gewöhnt sichjedoch an alles. Ludwig XIV. mußte zuletzt ebenso über-sättigt und anqeekelt von den Schmeicheleien sein, mit denenman ihm unaufhörlich in den Ohren lag, als ich alle dieSchändlichkeiten satt habe, die über mich verbreitet werden.Das sind unwürdige Waffen, die ein großer Fürst niemalsgegen seinesgleichen gebrauchen sollte; auf diese Weise er-niedrigt man sich gegenseitig und macht das in den Augendes Publikums lächerlich, was das Interesse der Fürsten inEhren zu halten erheischt."