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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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Nicht ein halbes Jahr ist seit Friedrichs Thronbesteigungoergangen, als Karl VI. stirbt, und kaum ist der Kaiserunter der Erde, so erhebt Friedrich zur größten Bestürzungseiner eigenen Minister, Generale, Verwandten und derganzen Welt irgendwelche Ansprüche auf Schlesien, An-sprüche, vollständig unbegründet dem Buchstaben nach undfeierlichen Verträgen zufolge, begründet, wenn man dennwill, in mancherlei Untreue und Schnödigkeit, die Braudcnburg von Habsburg je und je hat erdulden müssen, undAnsprüche jedenfalls, die Friedrich, wenn Maria Theresiasich nicht fügt, was sie unmöglich tun kann, mit demSchwerte geltend zu machen sich anschickt.Alles ist vor-bereitet", schreibt er an Algarotti;es handelt sich nur umdie Ausführung der Entwürfe, die ich feit langer Zeit inmeinem Kopfe bewegt habe." Seit langer Zeit? Und alleslängst vorbereitet? Ohne daß irgend jemand eine Ahnungdavon gehabt hat? Ohne daß er von solchen Ansprüchenund Absichten sich bisher das Geringste hat anmerken lassen?Aber dann ist er ja ein hinterhältiger, versteckter und inaller Remusbergcr Geselligkeit einsamer junger Mensch ge-wesen! An Voltaire übrigens schreibt er:Der Tod desKaisers zerstörte all meine friedlichen Ideen." Damit näm-lich Voltaire in Frankreich die Ansicht nicht anfkommenläßt, als fei der Angriff von langer Hand her vorbereitetgewesen. Ein sowohl einsamer als namentlich auch schlauerjunger Mensch.

Es bleibt dabei: Friedrich überzieht das Kaiserhaus mitKrieg, der Markgraf von Brandenburg, der als Erz-kämmerer den Vorfahren Maria Theresias das Wasch-becken zu reichen gehabt hat.L'sst un tou, ost tiomms

ost toi", sogt Ludwig XV., der doch von großer Politik