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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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irgend etwas versiehe» muß.Eine Unbesonnenheit, einüberaus tollkühnes Beginnen", sagt ganz Europa. Undder englische Minister in Wien findet schon jetzt, daß Fried-rich in den politischen Bann getan zu werden verdiene.

Aber eine Unbesonnenheit oder nicht, Österreich istschlecht in Form, die Sache geht gut ans für Preußen. Eskommt Mollwitz, wo Friedrich geschlagen wird und zehnMeilen weit ausrcißt, während Schwerin nachträglich fürihn siegt, es ist gar kein sehr königlicher Ruhmestag,aber es ist ein Erfolg. Übrigens langt auch Bayern nachder Kaiserkrone, Frankreich steht ihm bei, Wien ist in Be-drängnis, es kommt obendrein Chotusitz, wo Buddenbrockdie Österreicher in das brennende Dorf wirst, und MariaTheresia, dielieber an Bayern eine ganze Provinz, alsan Preußen ein einziges Dorf abtreten wollte" (sie haßtdiesen Friedrich mit ganzer Weibeskraft), muß, Kummerin ihrem weißen Busen, Tränen in ihren blauen Augen,einen Frieden unterfertigen, der dem König Ober- undUnterschlesien und die Grafschaft Glatz zusichert, er hatsie, sie sind sein.

Was weiter? Es sind rund zwei Jahre vergangen, alsFriedrich von neuem Krieg macht, angeblich, um alsKursürst des Reiches dem bedrängten bayrischen KaiserSukkurS zu bringen, in Wirklichkeit wohl mehr darum, weilMaria Theresia unterdessen gegen Frankreich und Bayernetwas zu erfolgreich gewesen ist und weil Friedrich arg-wöhnt, daß sie sich, wenn die anderen am Boden liegen,gegen ihn wenden wird, um Schlesien wiederzunehmen,dieses schöne, unverschmerzbare Schlesien, über das sie inSchluchzen ausbricht, sobald sie nur davon hört. Auch isisie nicht ohne mächtige Freunde, wie denn König Georg II.