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dem Dialog als plastisches Mittel ist schwerer zu ziehen, alsWandrey zu wissen scheint, zu wissen sich hier den Anscheingibt. Fontane war, alles in allem, eine sehr starke stili-stische Persönlichkeit; von ihm wie etwa von Richard Wagnerabstrahierte ich, als ich den Stil einmal als „eine geheimnis-volle Verbindung des Persönlichen mit dem Sachlichen" zubestimmen versuchte, und während alle seine Menschen Fon-tanisch reden, so redet doch außerdem jeder wie er selbst, —auch im „Stechlin" noch, möge das Sachliche hier auch zu-weilen vom Persönlichen ein wenig zurückgeörängt werden.
Es bleibt dabei: Wenn „Esst Briest" in sozialethischer Hin-sicht am weitesten über Fontanes Epoche hinausreicht, soist es der „Stechlin", der dies in artistischer Beziehung tut,der Wirkungen kennt, Kunstreize spielen läßt, die weit überallen bürgerlichen Realismus hinaus liegen. Man schlageauf, man sehe doch wieder einmal zu, wie so ein lässig ge-hobener kleiner Wunderöialog sich anspinnt, in Gang kommtund auf irgendeine entzückende Weise abbricht, — so einSzenchen etwa zwischen Dubslav und Adelheid, die sichdarüber erbittert, daß Lorenzen die Gräfin Ghiberti immeransehe wie eine Offenbarung; und sie sei auch so was. „Dar-über ist kein Zweifel. Aber wovon?" — Oder zwischeneinem der beiden alten Herren und seinem Diener (Engrlke,Jeserich, träumerisch-celeste Namen für die gebleichten undstillen alten Silberputzerseelen). Oder das heiter-mystischeGeplauder im Barbyschen Salon über die vornehmen Be-ziehungen des Stechliusees, das Or. Wrschowitz, „dessenAugen immer größer geworden waren", mit seinem „sehrwarr, sehr warr" beschließt. Das ist so hoch, so leicht, sogut, so herzerquickend, so ganz und gar bewunderungs-würdig, — man soll nicht kommen und hier von Verarmung