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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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Es ist etwas unbedingt Zauberhaftes um seinen Stilund namentlich um den seiner alten Tage, wie er uns inden Briefen der achtziger und neunziger Jahre wieder ent-gegentritt. Mir persönlich wenigstens sei das Bekenntniserlaubt, daß kein Schriftsteller der Vergangenheit oderGegenwart mir die Sympathie und Dankbarkeit, dies un-mittelbare und instinktmäßige Entzücken, diese unmittelbareErheiterung, Erwärmung, Befriedigung erweckt, die ich beijedem Vers, jeder Briefzeile, jedem Dialogfetzchen von ihmempfinde. Diese bei aller behaglichen Breite so leichte, solichte Prosa hat mit ihrer heimlichen Neigung zum Balla-desken, ihren zugleich mundgerechten und versmäßigen Ab-breviaturen etwas bequem Gehobenes, fie besitzt, bei schein-barer Lässigkeit, eine Haltung und Behältlichkeit, eine innereForm, wie sie wohl nur nach langer poetischer Übung denk-bar ist, sie steht in der Tat der Poesie viel näher, als ihreunfeierliche Anspruchslosigkeit wahrhaben möchte, fie hatpoetisches Gewissen, poetische Bedürfnisse, fie ist angesichtsder Poesie geschrieben, und wie seine Greisenverse, die dochso konzentriert und vollkommen find, daß man sie sofortauswendig weiß, stilistisch seiner Prosa immer näherkom-men, so ist es das Merkwürdige, daß seine Prosa sich indemselben Maße sublimiert, in welchem fie (Erlaubnis fürdas Wort!) verbummelt. Man hat ihn oft einenCau-seur" genannt, und er selbst hat es getan. Jedoch dieWahrheit ist, daß er ein Sänger war, auch wenn er zuklönen schien, und sein Causeurtum, das nachEsst Briest"in einer dichterisch wohl eigentlich bedenklichen Weise über-handnahm, besteht in einer Verflüchtigung des Stofflichen,die bis zu dem Grade geht, daß schließlich fast nichts alsein artistisches Spiel von Ton und Geist übrigbleibk. War