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das Verfall? Er selbst scheint es dafür gehalten zu haben.„Das Buch," schreibt er über „Poggenpuhls", „ist keinRoman und hat keinen Inhalt. Das ,Wie* muß für das,WaS* eintretcn, — mir kann nichts Lieberes gefagt werden.Natürlich darf eine Literatur nicht auf dem Gefchmackganz, ganz alter Herren aufgebauk werden. Aber so neben-her geht es." Eine Auffassung, die ihm wohl ansteht,nicht ebensowohl aber uns anderen ziemen würde. Wennunsere erzählende Literatur etwas mehr von diesem Ge-schmack eines ganz, ganz alten Herren beeinflußt wordenwäre, so hätten wir heute im deutschen Roman mehr Kunstund weniger Philisterei. Und dag Bemerkenswerte ist, daßdieser Vergreifungs- und Auflösungsprozeß den Plan der„Likedeeler" zeitigt.
„Ich will einen neuen Roman schreiben," heißt es ami6. März i6gL, „(ob er fertig wird, ist gleichgültig),einen ganz famosen Roman, der von allem abweicht, wasich bisher geschrieben habe, und der überhaupt von allemDagewesenen abweichk, obschon manche geneigt sein wer-den, ihn unter die Rubrik ,Ekkehart* oder ,Ahnen* zu bringen.Er weicht aber doch ganz davon ab, indem er eine Aus-söhnung sein soll zwischen meinem ältesten und roman-tischsten Balladenstii und meiner modernsten und realisthch-sten Romanschreiberei. Den ,Hosen des Herrn von Breöow*käme diese Mischung am nächsten, bloß mit dem Unter-schiede, daß die ,Hosen*, wie es ihnen zukommt, was Hu-moristisches haben, während mein Roman als phantastischeund groteske Tragödie gedacht ist. Er heißt ,Die Like-deeler' (Likedealer, Gleichteiler, damalige, denn es spieltAnno iHoo, Kommunisten), eine Gruppe von an KarlMoor und die Seinen erinnernden Seeräubern, die unter