groß oon sich; und obgleich er nach Jahrgang und Aus-rüstung ein Mitglied des europäischen Heroengeschlechteswar, zu welchem Bismarck, Moltke und Wilhelm der Erste,Helmholtz, Wagner, Menzel, Zola, Ibsen und Tolstoigehörten, so war er doch ganz ohne die feierliche Wesens-überspannung, die Ewigkeitsoptik aus sich selbst, die Groß-mannssucht, welche das zarte Geschlecht oon 1670 ent-nervt.
Das Wort „drippeln" findet sich schon in einem Briefaus den fünfziger Jahren: „Ich bin gewiß eine dichterischeNatur, mehr als tausend andere, die sich selber anbeten,aber ich bin keine große und keine reiche Dichternatur. Esdrippelt nur so." bind wie hier, so ist überall seine Art,von sich selbst zu sprechen, ohne unsympathische Demut,aber still, schlicht bis zur Resignation und auf den Tongestimmt, in dem, Dezember 168L, aus der Treppe vonSanssouri der gespenstische Alte am Krückstock sich überden Stand des deutschen Dichters vernehmen ließ:
„bind sein Metier?"
„Schriftsteller, Majestät. Ich mache Verse!"
Der König lächelte: „Nun hör' Er, Herr,
Ich will's Ihm glauben; keiner ist der Tor,
Sich dieses Zeichens ohne Not zu rühmen,
Dergleichen sagt nur, wer es sagen muß,
Oer Spott ist sicher, zweifelhaft das andere.
I?Ldts sileirmiub! . . ."
Die Briefe sagen das irgendwo in Prosa: „Es ist immerdasselbe Lied: wer durchaus Schriftsteller werden muß, derwerd' eS; er wird schließlich in dem Gefühl, an der ihmeinzig passenden Stelle zu stehen, auch seinen Trost, ja, seinGlück finden. Aber wer nicht ganz dafür geboren ist, derbleibe davon." Das ist ein Stammbuchfprnch für junge