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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
71
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von denen bis zuEffi Briest" hinauf einer immer besserist als der andere.

In einem Brief aus den siebenziger Jahren sucht erwährend einer ehelichen Verstimmung seine nervöse Gereizt-heit und Verdrießlichkeit seiner Frau gegenüber zu ent-schuldigen.Wenn ich bei einer Arbeit nicht von der Stellekann", schreibt er,oder das Gefühl des Mißlungenen habe,so bedrückt das mein Gemüt, und aus bedrücktem Gemüt her-aus kann ich nicht nett, quick, elastisch und liebenswürdigsein." Aber er hat wohl zu denen gehört, deren Lebens-leistung ins Heldenmäßige wächst, weil sie nie von derStelle zu kommen meinen; die das Vollkommene erreichen,weil sie ewig das Gefühl des Mißlungenen haben; und soliebenswürdig seine Briese sind, so habe ich noch keinengetroffen, der ihn persönlich gekannt und ihn quick, elastischund liebenswürdig gefunden hätte. Man erinnert sich seinerals einespimpligen" alten Herrn, dem von überströmen-der Schaffenslust nicht eben viel anzumerken war. EineDame, die seine Bekanntschaft in einem Badeort gemachthatte, erzählte mir, daß er ihr auf die Frage, wie es heutemit seiner Arbeit gegangen sei, geantwortet habe:Gott,schlecht. Ich habe da in der Laube gesessen, und andert-halb Stunden lang siel mir nichts ein. Und als es geradeanfing, ein bißchen zu drippeln, da kamen ja die Kinderund machten Lärin; und da war es denn für heute vor-bei." Die Dame äußerte sich in abschätzigem Sinne überdiese Art von Dichtertum. Wenn einer schon angeblichTalent habe, meinte sie, und die Schriftstellerei als Berufbetreibe, dann sei ein solches Geständnis doch einfach bla-mabel. Wahrscheinlich hätte der Alte ihr halbwegs zu-gestimmt; denn er war bescheiden, dachte würdig, aber nicht