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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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d. h. jenseits ver bourgeoisen Epoche liegender Geschmacks-bedürsnisse. Nein, alle diese aus Naioisierung und Siin-plisizierung, auf eine edle Berkindiichung des Theaters ge-richteten Bestrebungen; diese wachsende Neigung zu seinenganz primitiven Formen, wie sie etwa aus der Herzlichkeitspricht, mit der das Andenken des Marionetten-Pocci zuseinem hundertsten Geburtstag gefeiert wurde; dies liebe-volle Werben von heute um das Puppen-, das Krippen-,das Schattenspiel, sie bedeuten offenbar Tieferes undWichtigeres. Was sich darin ausspricht, ist vor allemdie wiedergewonnene Einsicht in die volkstümliche Grund-natur des Theaters, ein durch den Geist der Zeiten ge-botenes Zurückgehen auf sein Wesentliches, sein populäresElement, ein Sichwiederbesinnen des Theaters selbstdenn aus ihm kommt die Bewegung, nicht etwa aus derLiteratur auf seinen wahren und ursprünglichen Berufals Volkskunst.

Die höfische Epoche des Theaters ist vorüber, die bour-geoise auch, dag Theater will wieder Voiksanstalt,Volksveranstaltung werden, niemand zweifelt daran. Jaallen ihren Sprachen, vor allem auch in der wirtschaft-lichen, redet die Zeit diesem Willen zugunsten. Das theatra-lische Institut wird wirtschaftlich gar nicht mehr haltbarsein, außer es weite sich aus zum Schautempel für Tau-sende. Die konkrete Erscheinung des VolkstheaterS ist selbst-verständlich das Massentheater, dessen Zuschauerraum denTypus des Zirkus-Amphitheaters wieder wird annehinenmüssen, und dessen Bühne nicht die unseres HalbtheaterSbleiben kann.

Stellen wir fest, daß es wiederum Wagner war, derzuerst für das Zukunftsschauspiel das moderne Halbtheater