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und ideale Illusion" habe erwachsen lassen, die „ein gan-zes modernes Theater mit allen Kulissen und Soffitten"nicht zu vermitteln vermöge. Wenn nun aber all unseremoderne Reform auf Andeutung, auf Vereinfachung,Läuterung, Vergeistigung der Szene ausgeht, so sind dieseBemühungen freilich schon durch Argumente rein theore-tischer und ästhetischer Natur zum Überfluß gerechtfertigt.Der szenische Naturalismus mit seiner Pappdeckelregie, demRaffinement seiner Kindereien ist logisch auf keine Weisezu verteidigen. Seine Fürsprecher bestehen darauf, daß dasTheater auf der direkten Darstellung an die Sinne beruhe,daß das szenische Kunstwerk sich nur durch den Fortschrittaus der Einbildung in die Wirklichkeit erzeuge. Aber dasTheater als „Wirklichkeit" ist, wie wir schon einmal sagten,nicht konseguent: sonst dürften nicht nur Gehör und Gesicht,sondern müßte auch der — so feine, so wichtige, so sugge-stible — Geruchssinn auf seine Kosten kommen — wie manes denn horriblerweise „wirklich" erlebt hat, daß der Man-zanillobaum in der „Afrikanerin" parfümiert war, oder wieder jugendliche Schiller für feinen Hofmarfchall von Kalbvorschreibt, daß er „einen Bifamgeruch über das ganzeParterre" verbreite. Gorkis „Nachtasyl" müßte stinken.Der Einwand, daß der Rahmen des Bühnenbildes eineGrenze sei, über die nichts hinausdringen dürfe, wäre nurfür die Pantomime stichhaltig, denn im übrigen hört mandie Personen ja sprechen. Beschränkt aber das Theaterseine Sinnlichkeit; bleibt es Kunst, insofern es den Schrittin die Wirklichkeit nicht ganz tut; wird der Geruchs-sinn zur Teilnahme nicht zugelassen, dag Gehör festlichbewirtet, nämlich mit Gesang, Versen, einer gehobenen,gereinigten Rede: nun, so liegt der Widersinn einer