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usurpiert wurde, wäre reine Ironie, wenn nicht WagnersKunst außer jener hohen VolkSgerechkheit, die ihr den mythischgroßen Stil verleiht, Elemente bärge, die dag SchicksalBayreuths nur zu wohl erklären: hochartistische und mor-bide Elemente eines weltgerechten Europäismus, ohne diesie — wir wollen ehrlich sein — auch für unseresgleichennie geworden wäre, was sie uns war, die sie aber, dermondänen Bourgeoisie als Stimulans und Opiat zu dienen,ebenfalls erst tauglich machte. Trotzdem ist Bayreuth seinemIdeale, seiner Idee nach ein Volkstheater: daß ein Platzzwanzig Mark kostet, gehört, wie das Publikum und wiemanches andere, nur zur „Erscheinung". Während aberWagner den Zuschauerraum im volkstümlichen Geist refor-mierte, enthielt er sich (ach, es handelte sich dabei um dasGegenteil von „Enthaltsamkeit") einer ebensolchen Reformder Bühne, — wenn man es ihm auch freilich nicht so ganzund gar vergessen sollte, daß er, theoretisch wenigstens undin Hinsicht auf die Schauspielbühne (im Gegensatz zu seinerBühne, zur Bühne der Großen Oper), sich auch diesemProblem mit Leidenschaft hingegeben und fast alles darübergesagt hat, was unsere neuesten Neuerer bisher darüber zusagen gewußt haben.
Das Wort „Andeutung" zum Beispiel, das in den gegen-wärtigen Beratungen über die Reform der Szene eine sogroße Nolle spielt, hat er zuerst gebraucht: Es sei zu er-warten, sagt er, daß eg sich auf einer zukünftigen, gesun-deten deutschen Schauspielbühne nicht um „Ausführungen",sondern nur um „sinnreiche Andeutungen" handeln werde;wie ja auch Schinkel daran erinnerte, daß das Theater derAlten absichtlich jede gemeine Täuschung vermieden undaus der „symbolischen Andeutung" des Ortes jene „wahre