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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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dürfen und daß mit dem Glauben an dieses Liebesglück nunauch sein Leben vernichtet ist.Warum vermählt' ich mich?!"Er bricht zusammen; und der Rest ist das Chaos, ist Mordund Selbstmord. Man denke sich diesen Mann undGatten als Helden einer erzählenden Dichtung. Der Roman-dichter wird sich nicht unbedingt genötigt fühlen, der Figurdie Abzeichen ihrer Wesensart mit pittoresken Strichen insGesicht zu malen. Im Gegenteil wird er vielleicht einenbesonderen Reiz darin finden, das Äußere des Mannes ineinen betonten, ironischen Gegensatz zu seiner seelischenVerfassung zu bringen, so wird es ihn vielleicht lebens-wahrscheinlicher dünken. Auf der Bühne aber, als Schau-gestalt, ist dieser psychologische Typus ein Mohr: er istschwarz, seine besondere Art ist auf der höchsten Galerieals Schwärze sichtbar, er ist kein Typus mehr, er ist einSinnbild, ein Symbol, der erhöhte Statthalter all derer,welche in irgendeinem Sinneschwarz" find und darumnicht klug tun, sich zu vermählen. . .

Die populäre Schauspielerpersönlichkeit ist symbolisch, diegroße Schauspielgestalt ist symbolisch, mehr noch: auchdas theatralischeHandeln", alles echt theatralische Tun istsymbolisch. Stets hat mich die Flagge, jene berühmteFlagge im dritten Akt von IbsensKlein Eyolf" interessiert,die Borgheim im ersten Auftritt auf Halbmast hißt und dieam Ende dann AllmerS zur vollen Höhe heraufzieht. . .das ist alles, was in diesem Akte getan wird, es ist dereigentlicheAkt". Inmitten einer vollkommenen und äußer-sten Vergeistigung des Schauspiels bleibt als einziges naives,sinnliches und augenscheinliches Tun diese kleine bedeutsameZeremonie übrig, und sie ist mir als Zeremonie stets alstheatralischeHandlung" par exosllsncs erschienen.