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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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dichterische» Charakter. Ei» Man», edel »nd leidenschaft-lich, aber ans irgendeine Weise gezeichnet und in seinemGemüt eine dunkle Ausnahme unter den Regelrechten, unterdes Volkes reichen, lockigen Lieblingen"; vornehm alsAusnahme, aber unvornehm als Leidender, einsam, ausge-schlossen vom Glücke, von der Bummelei des Glücks undganz und gar auf die Leistung gestellt. Gute Bedingungen,das alles, um dieLieblinge" zu überflügeln, welche dieLeistung nicht nötig haben; gute Bedingungen zur Größe.Und in einem harten, strengen und schweren Leben wird ergroß, verrichtet öffentlich ruhmvolle Dinge, wird mit Ehrengeschmückt für seine Verdienste, bleibt aber in seinemGemüt eine dunkle Ausnahme, sehr stolz als ein Mann derLeistung, aber voller Mißtrauen in sein menschliches Teilund ohne Glauben daran, daß man ihn lieben könne. Datritt ein junges Weib in sein Leben, ein lichtes, süßes, vor-nehmes Geschöpf. Sie liebt ihn um deswillen, was er tatund litt, sie verschmäht alle lockigen Lieblinge und erwähltihn. Sein ungläubiges Entzücken lernt den Glauben. Siewird seine Frau, und er ist in der Ehe fern von Eifersucht.Sie hakte Augen ja und wählte mich." Sie ist seineVersöhnung mit der Welt, seine Rechtfertigung, feine Voll-endung, sie ist sein menschlicher Adel in Person. Und nunwird durch eine teuflische Ohrenbläserei dieser Mann lang-sam mit dem Verdacht vergiftet, daß sein Weib ihn mitirgendeinem glatten und gewöhnlichen Burschen hintergehe.Langsam, unter Oualen zerfrißt der Zweifel feinen Stolz,feinen jungen Glauben an das Glück. Er ist dem Zweifelnicht gewachsen, er ist nicht sicher, die bittere Erkenntnisstellt sich ein, daß seinesgleichen nie sicher sein kann, daßer fein Leben niemals auf Glück und Liebe hätte gründen