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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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wie er in seinem AufsatzÜber Schauspieler und Sänger"erzählt! Kein Wunder, dieses Entzücken, bei dem Theater-direktor von Bayreuth, bei dem, der denRing des Nibe-lungen" in Szene setzte, dies ideale Kasperltheater mit seinemunbedenklichen Helden! Hat denn noch niemandem die hoheÄhnlichkeit dieses Siegfried mit dem kleinen Pritschenschwingervom Jahrmärkte eingeleuchtet?

Wer war eher, der Schauspieler oder der Dichter, welcherihm Stücke schrieb? Keiner von beiden; denn der ersteTheaterdichter war der Schauspieler, und von dem Chor-führer Äschylos bis Shakespeare, bis Moliere, bis zu einerZeit, die noch gar nicht weit zurückliegt, haben überall Schau-spieler sich schlecht oder recht ihre Stücke selber geschrieben.Die theatralische Kunst unterscheidet sich wesentlich von derdes eigentlichen, des absoluten Dichters; sie ist nicht sowohlein Dichten für die Bühne, als ein Dichten auf der Bühne,sie ist eine Umwendung der dichterischen Natur ins Mi-mische, und sie ist ganz eigentlich Sache des Schauspielersoder solcher, die, gleich Lope de Bega, mit ihm in unmittel-barer Fühlung stehen, in seiner Sphäre leben und weben.Die Kluft, die Zwietracht zwischen Dichtung und Theaterentstand sofort, als dies zum ersten Male in Vergessenheitgeraten war. Was geschah? Die absolute Dichtkunst usur-pierte das Schauspiel; sie dachte nicht anders, als daß esihr zugehöre, ein Stück, ein Glied, eine Erscheinungsformihrer selbst sei, deren sie sich ernstlich anzunehmen habe; sieversuchte sich darin und fand, daß sie es sehr gut machte.DasBuch" emanzipierte sich. Der Theaterdichter, nichtsals der Bundesgenosse der Schauspieler bisher, emanzipiertesich und begann, das Theater, das ein Zweck, sich selbstder einzige Zweck gewesen war, als ein Mittel, ein Klavier,