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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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legitimiert mehrmals, dag Billett in der Hand, sein Rechtauf Kunst und bekommt seinen Sammetsitz in der Mengeangewiesen. Parfüms, Geschwätz, Atlasiaillen, die in denNähten krachen, schlechte Menschengesichter, Gesichtervon Menschen, denen man es ansieht, daß sie weder einesguten Satzes noch einer guten Handlung fähig wären. Unddann dort oben das Ideal, zu dem man, rasch trunken vonMusik, emporstarrt, die Scham und Frage im Herzen: Istdas gut, ist es hoch, da es all denen auch gefällt? DasIdeal hat seine komische Seite. Hunding ist bauchig undx-beinig wie eine Kuh. SieglindenS gepuderter Busen wogtin der Dekollekage ihres Fellgcwandes, einer Art prähisto-rischer Balltoilette. Siegmund, knapp und gespannt ausder Kante des Sessels, läßt die Besorgnis erkennen, seinenTrikots möchte etwas Fürchterliches begegnen. Daß dieserrosige und dralle Mann geradeswegs aus Wildnis, Wetterund tiefstem Elend kommt, ist übrigens nicht zu glauben.Das Herdfeuer stäubt Funken gegen die Kulisse: einenAugenblick verstört dich die Erinnerung an Schreckens-berichte von Theaterbränden. Später laufen Frickas Widder,eine Glanznummer der Regie, ein großes Spielzeug mit Uhr-werk, wirklich über die Bühne, und ihre Beine klappern inden Scharnieren. Warum blöken sie nicht? Man kannheute verlangen, daß sie blöken! . . . Und zwischen all demSchauer und kurzen Seligkeiten, Wonnen der Nerven unddes Intellekts, Einblicke in wundervolle Beziehungen, inrührende und große Bedeutsamkeiten, wie nur diese nichtzu überbietende Kunst sie gewährt . . .

Vielleicht genießt man die Augenblicke des reinen Glückesso innig, weil man sie aus eigener ästhetischer Kraft demTheater abgewinut, weil es so schwer ist, sie ihm