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Schiller, Goethe, Kleist, Grillparzer, daß man Henrik Ibsenund unsere Haupkmann, Wedekind, HofmannSkhal nichtebenso gut lesen als anfgeführt sehen könne, daß man inder Regel nicht besser tue, sie zu lesen, wird niemand michüberzeugen. Aber Wagner ist nur im Theater zu finden,ist ohne Theater nicht denkbar. Das zu beklagen, ist eitel.Zu wünschen, Instinkt und Ehrgeiz möchten ihn nicht zurgroßen Oper getrieben haben, ist müßig, seine Wirkungvom Theater zu lösen unmöglich. Er hak, mit größererpraktischer Kraft als Schiller, das Pathos des Theaterserhöht, hat ihm, zur höheren Glorie seines eigenen Werkes,Würde und Weihe ertrotzt. Aber jeder Radikalismus lagdiesem Reformator fern. Er hat das Theater nicht eigent-lich erneut und verjüngt. Er hat keinen Versuch unter-nommen, aus der Bühne irgend etwas Künstlerisches zumachen, keinen, das Dekorationswesen ins Ernsthafte nm-zugestalten. Er hatte Lust, sich von Makart Kulissen malenzu lassen — ein bedenklicher Zug, der auf eine Verwandt-schaft in wichtigen Instinkten deutet. Er hat den ganzenkindischen Apparat gelassen, wie er war, und sein Theater istTheater wie jedes andere auch. Es ist der Triumph unsererselbst, die Epoche als Kunst, die Sehnsucht als Meister-schaft, und es ist Theater. Wir haben uns damit abzufinden.
Und so macht man sich denn auf zur Tempelbude, diesemmusischen Skaatsinstiluk. Man wirft sich in Schwarz, manhat Gesellschaftssieber. Es trifft sich möglicherweise schlecht,man ist vielleicht müde, verstimmt, ruhebedürftig; aber manhat sechs Tage vorher unter bedeutenden Opfern an Zeitund Bequemlichkeit sein Billett von einem Beamten erstandenund ist gebunden. Man wallfahrtet per Droschke zurGnadenstelle. Man kämpft den Kamps der Garderobe,