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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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populärste Art von Kunst, die sich denken läßt, und hier,wenn irgendwo, liegt vielleicht die Erklärung dafür, daßgerade unsere selbstgenügsamsten und artistisch anspruchs-vollsten Kritiker, welche sich einer Proöukiion nicht dienendunterzuordnen, sondern ihr die eigene, womöglich überlegeneProduktion entgegenzustellen wünschen, mit Vorliebe dasTheater zum Tummelplatz ihres Geistes machen. DasTheater, behaftet mit allen Lächerlichkeiten der Materie,mit seiner Gesellschaftlichkeit, seiner sinnlichen Öffentlichkeit,seinem populären Niveau, bietet dem kritischen Artisten eineviel größere Möglichkeit geistig-stilistischer Überlegenheit alsdie Literatur; es schreibt sich über das Theater aus einerlustigeren Höhe; der kritische Artist spielt mit der Naivitätdes Theaters wie ein ironischer Dichter mit dem unbe-wußten und stummen Leben.

III

Es handelt sich um persönliche Fragen. Bin ich demTheater zu Dank verpflichtet? Hat es irgend an meinerBildung teilgehabt?

Das Theater ... Es sei fern von mir, eine Stätte zuschmähen, an die sich die Erinnerung so vieler seltsam er-regender Eindrücke knüpft! Man war ein Junge, mandurste dag Tivoli besuchen. Ein schlecht rasierter, fremd-artig artikulierender Mann, in einer ungelüfteten Höhle,die auch am Tage von einer offenen Gasflamme erleuchtetwar, verkaufte die Billette, diese fettigen Pappkarten, dieein abenteuerliches Vergnügen verbürgten. Im Saal warHalbdunkel und Gasgeruch. Dereiserne Vorhang", derlangsam stieg, die gemalten Draperien des zweiten Vorhangs,das Guckloch darin, der muschelförmige Souffleurkasten,

Mann, Rede und Antwort

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