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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
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die Kühle und Schärfe des bezeichnenden Ausdrucks ist es,was jenen Anschein von Feindseligkeit erweckt.

Der Künstler dieser Art nämlich und es ist vielleichtkeine schlechte Art will erkennen und gestalten : tief er-kennen und schön gestalten; und das geduldige und stolzeErtragen der Schmerzen, die von beiden, unzertrennlich sind,gibt seinem Leben die sittliche Weihe. Weiß man um dieseSchmerzen? Daß alles Gestalten, Schassen, HeroorbringenSchmerz ist, Kampf und kreißende Qual, man weiß esvielleicht, man sollte es wissen und sollte nicht greinen,wenn einmal ein Künstler darüber die menschlich-gesellschaft-lichen Bedenken, die seinein Tun entgegenstehen, außer achtläßt. Daß aber auch die Erkenntnis, jene künstlerische Er-kenntnis, die man gemeinhin alsBeobachtung" bezeichnet,wehe tut weiß man auch das? Die Beobachtung alsLeidenschaft, als Passion, Martyrium, Heldentum werkennt sie? Hier ist eher Mitleid am Platze, als Wukgebell. ..Eines Tages hörte ich einen Dichter sagen:Sehen Siemich an! Ich sehe nicht übermäßig munter aus, wie? Einbißchen alt und scharfzügig und müde, nicht wahr? Nun,um von der .Beobachtung' zu reden, so ließe sich ein Menschdenken, der, von Hause aus gutgläubig, sanftmütig, wohl-meinend und ein wenig sentimental, durch die beobachtendeHellsicht ganz einfach aufgerieben und zugrunde gerichtetwürde . . . Selig sind die Boshaften! Was mich betrifft,so magere ich ab . . ."

Dieser Dichter schien mir aus melancholisch-witzige Weisedas auszudrücken, was ich meine: zunächst den Zwiespaltzwischen Künstler- und Menschentum, der zu den heftigstenäußeren und inneren Konflikten führen kann. Der Blick,den man als Künstler auf die äußeren und inneren Dinge