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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
Entstehung
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-Erika.

O Gott wir sind verrathen. Wehe! Wehe!

Adelaide (ft>r iW.

Er ist's! <s°ut., Herr Kaiser, 's ist nicht recht von Euch,Hier im Gebüsch hier im Gesträuch

Wenn uns hier Jemand könnte seh'n,

Ich müßt' vor lauter Schaam vergeh'«.

's thut mir in meiner Seele leid,

Daß hier so günstig die Gelegenheit

Ich bin ein ehrbar Hoffräulein

Und sag' zu jedem schlimmen Antrag: nein!

Und solltet Ihr Euch doch erdreistenZu unbarmherz'ger Kraft Gebrauch

Sehr ernsten Widerstand werd' ich Euch leisten

Dort unter dem Hollunderstrauch.

Dort setz' ich hin mich, harrend, daß Ihr gehtUnd werd' mich kräft'gen durch ein fromm Gebet!

(Sie will auf den Hollunderstrauch zugehen und stößt auf Erika.)Was seh' ich da! ein Weibsbild ha!

Wer ist es (sie reibt ihr d-tt Schleier ab.) Erika!

O Heuchelei! o feile Gunst!

O Sinnenlust! o Fleischesbrunst!

O männertolle Ungebühr!

O Heil'genschein aus Goldpapier!

O> was wird, schnöde Buhldirn' Du,

Die Kais'rin sagen Wohl dazu!

(Adelaide schnell ab.)

-Erika.

Der Traum war kurz, der Traum ist aus

Geborsten ist des Truges Haus,

Zur Bresche scheint der Tag hinein,

Da steht die Schande im Sonnenschein!

^raistr <i-m Schwert ziehend).

Nein in der Bresche steht bewehrtDie Lieb' mit Kaisers Schild und SchwertUnd ruft hinaus in's Sonnenlicht: