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Kann ohne Fräulein Erika besteh'n —
Doch was sagt Euer Vater zu der Grille?
Ist, daß Ihr geht, sein ausgesprochner Wille?
--Lrika.
Er ist mir sonst so liebevoll;
Doch will er, daß ich bleiben soll,
Er sieht hier nur den Glanz, die Pracht,
Die äußern Zeichen Eurer Macht.
Er sieht die Macht nicht, die hier innenMir zuruft: Aermste, fleuch von hinnen!
Bei allem, was Euch heilig — ach!
(Sie fällt vor ihr nieder.)
Ich bin ein Weib und ich bin schwach,
In mir fließt Mutter Eva's Blut —
O — laßt mich hier nicht weilen —
Fort — fort von hinnen eilen —
Mein Hiersein ist Niemanden gut.
Kaiserin.
Und ich, des Kaisers hochgebornes Weib,
Die jegliches Rebellen Leb'n und LeibErbarmungslos verfolgt mit Feu'r und SchwertNoch mehr — ich, die an Kaiserhauses HeerdBerufen ist, zu wahren Zucht und Sitte,
Ich sollt' auf eines närr'schen Mädchens BitteMich stellen zwischen Kind und Vaters Hand?Des Aufruhrs Beispiel geben meinem Land?Ihr bleibt! (Kaiserin °b.)
-Lrika.
Ich bin zu End' mit meinen Waffen allen,Zerbrochen liegen sie im Staub —
Der finstern Macht bin ich jetzt ganz verfallen,Behalte denn, o Liebe, Deinen Raub!
(Sie nimmt einen Brief und liest.)„Geliebte, Adlaide sah,
Mich Nachts auf leisem Weg zu Dir —
Mir scheint, sie wähnet, was geschah,
Es gelte ihr.