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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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Kann ohne Fräulein Erika besteh'n

Doch was sagt Euer Vater zu der Grille?

Ist, daß Ihr geht, sein ausgesprochner Wille?

--Lrika.

Er ist mir sonst so liebevoll;

Doch will er, daß ich bleiben soll,

Er sieht hier nur den Glanz, die Pracht,

Die äußern Zeichen Eurer Macht.

Er sieht die Macht nicht, die hier innenMir zuruft: Aermste, fleuch von hinnen!

Bei allem, was Euch heilig ach!

(Sie fällt vor ihr nieder.)

Ich bin ein Weib und ich bin schwach,

In mir fließt Mutter Eva's Blut

O laßt mich hier nicht weilen

Fort fort von hinnen eilen

Mein Hiersein ist Niemanden gut.

Kaiserin.

Und ich, des Kaisers hochgebornes Weib,

Die jegliches Rebellen Leb'n und LeibErbarmungslos verfolgt mit Feu'r und SchwertNoch mehr ich, die an Kaiserhauses HeerdBerufen ist, zu wahren Zucht und Sitte,

Ich sollt' auf eines närr'schen Mädchens BitteMich stellen zwischen Kind und Vaters Hand?Des Aufruhrs Beispiel geben meinem Land?Ihr bleibt! (Kaiserin °b.)

-Lrika.

Ich bin zu End' mit meinen Waffen allen,Zerbrochen liegen sie im Staub

Der finstern Macht bin ich jetzt ganz verfallen,Behalte denn, o Liebe, Deinen Raub!

(Sie nimmt einen Brief und liest.)Geliebte, Adlaide sah,

Mich Nachts auf leisem Weg zu Dir

Mir scheint, sie wähnet, was geschah,

Es gelte ihr.