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Ein Weiberherz die Kraft besitzt zu wollen —
Da — ist ein kleiner Anfang erst gemacht,
Wächst es lawinengleich beim Vorwärtsrollen —
Leb' wohl! (Kaiserin ab.)
Kaiser (ihr nachsehend).
Zieh hin — vielleicht wird es Dir glücken,Dir, die Du weiberschlau und männerkühn, —
Des Eh'gemals zerriss'nen HermelinDurch List und Kühnheit wieder auszuflicken.
Ein Herz, das sich an's Herz des Gatten legt,
Ihm Balsam in die Wunde trägtIn schweren Stunden,
Das Hab' ich nimmermehr in Dir gefunden!
(Ritter Kunz und Erika treten auf.)
-Lrika.
O schau — da steht er ganz allein —
Sogar sein Weib hat ihn verlassen —
Soll pfadlos irren er im DämmerscheinUnd keine treue Hand ihn fassen?
^Kitter K.uiy.
Er wollt' mich jüngst noch hängen lassen —
Nun — das war Amtes Brauch und Pflicht.
So was nachhalten darf man nicht —
Möcht' sprechen ihm ein Wort des Trostes zu.
cLrika.
Nun — was Du denkst, das thu!
LAMLer Luriy.
Ich Hab' den Muth nicht; solchem hohen HerrnSich drängen auf, thut man nicht gern.
-Srika.
Biet' ihm in uns'rer Burg ein Obdach an.
^Ritter AM).
Bei mir? 'nem schlichten Rittersmann,
Der noch dazu — wie soll ich sagen?
Vom besten Leumund nicht getragen?