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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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Jetzt weiße Jungfrau'n sagt Eu'r Sprüchlein her.Gewiß, das rührt das Herz der Kais'rin sehr.

-Lrhe Aungsrau <mn ime>» Blum-xstrauD.

O mögen diese Rosen, diese NelkenAm Busen unsrer Kais'rin niemals welken

Und dieser Rosmarin

Kaiserin.

Halt ein halt ein!

Bin ich etwa eine verbuhlte Dirn',

Die kichernd mit 'nem Blumensträuße scherzt?

Ihn kosend drückt an Wange, Mund und Stirn,

In jeder Blume den Geliebten herzt?

In Goldschmieds Bude traget Euer Geschmeid,

Laßt dafür schmieden Schwert und Panzerschienen

Das Schwert schnallt Euren Buhlen an die Seit'

Und lasset in des Kaisers Heer sie dienen.

(Sie wehrt den Strauß ab; zum Kaiser.)

So Kaiser zu dem Weibsvolk dieser StadtDein Weib gesprochen hat

Jetzt sprich Du zu den Männern.

Kaiser.

Zu meinen Freunden spreche ich und Gönnern.

Ihr Männer Augsburgs meinen besten DankFür Brod und Salz und Euren Ehrentrank.

Doch hättet Ihr 's Euch besser können sparen.

Eurer Geschenke will ich ein's nur wahren;

(den Stadtschlüssel nehmend)

Für diesen Schlüssel bring' ich Eurer StadtAls Gegengabe dar mich und die Meinen,

So circa 20,000, will mir scheinen,

Wir finden dann in Augsburg, Gott erhalt'sSchon selber Ehrentrunk und Brod und Salz.

-DLürgermeisler.

Mein kaiserlicher Herr um GotteswillenIhr werdet doch das Drohwort nicht erfüllen!