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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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Da ist es Magd und Königin zugleichUnd Recht und Pflicht sind dort verschwistert engeUnd einig, ganz, untheilbar ist dies Reich,

So weit der deutschen Zunge Hcimathklänge.

Doch weitert sich mein Blick, fern über'm Meer,

Seh' ich im heißen Sand Gebeine bleichen.

Die Karavane zieht darüber her,

Das war dereinst der mächt'ge Gras von Gleichen.

(Aus dem Fenster hinabweisend)

Und schau' ich in die Tiefe hier hinab,

Zerschmettert liegt ein Weib am kalten Grunde,

Das, weichend vor der Schmach, den Tod sich gab;

O Wandrer steh', hier ruht Frau Kunigunde!

(Zuleika die Hand auf die Schulter legend und ihr in dieAugen sehend.)

Es lagen schon im Grab Lieb, Leben, Glück,

Und noch im Tod getrennt durch tausend Meilen,

Was ich verlor, Du bringst es mir zurück,

Was Du zurückgebracht, komm laß theilen!

(Sie zieht Zuleika an die Brust. Der Graf betrachtet sie gerührt.)

Teufel.

Ha macht' vor Scham gleich werden ein Trappist!

Der Teufel, Autor einer Rührcomödie!

Geprellt durch seine eigne Höllenlist!

Doch halt es werde doch noch zur Tragödie.

Doch was mit diesem Personale da?

So zahme Burgfrau'n, Türkinnen und Ritter,

Die besten äig-dolos ex inaobma

Die hol' ich jetzt es sind die Schwiegermütter.

(Teufel ab.)

Gleichen (weinend.)

O wie die Thränen kitzeln mir den Bart,

Solch' liebe Frauen hat's noch nie gegeben,

Zwei beide von der allerbesten Art,

Und Jede doch was ganz Apartes eben.

Das gibt einmal ein Leben auf der BurgHier links die dunkle, rechts die Sonnenblunde!