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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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Trufrl (allein).

Wie bildet sich der Mensch die Götter ein,

Doch stets nach seines Jch's tiefinnerm Wesen,

Ein guter Kerl, denkt der da, müßt ich sein,

Weil ich gewillt, den Herrn ihm zu erlösen.

Und ist's nicht wirklich eine gut? That?

Ja, wenn die Münze keine Kehrseit' hätte,

Zwei Königinnen in dem einen Staat,

Der Weiber zwei und nur ein Ehebette!

Denn von den Weltskandalen allesammt,

Die auf mein Höllenreich zurück zu deutenDoch keiner so direkt vom Teufel stammt,

Als häuslicher Skandal bei Eheleuten.

Nun will ich schau'n doch durch mein OpernglasEin wenig weltenübcr in die Weiten,

Wie Sänger, Mönch und Castellan sich baßAuf unsres Gräfleins Rückkehr vorbereiten.

(Cr sieht mit dem Fernrohr nach rückwärts. Der Hintergrundgeht in die Höhe und man sieht das gräfliche Schloß. Rechtsein Faß auf dem rittlings der Mönch sitzt, der Sänger danebenauf dem Boden liegend, beide schwer betrunken. Links dieGräfin, die mit stolzer Haltung den ebenfalls betrunkenen Castellanvon sich abwehrt. Während dieses lebenden Bildes fällt derVorhang.)