29
Christian.
Zehn Schritt vom Leib, verfluchte Türkenkröte!
(Sie fechten.)
Türke (während eine Pause im Gefecht eintritt).
Er wird schon mürb, noch etwas Fechterei,
Dann hau ich mitten ihm den Wanst entzwei.
Christian.
Ach brächt' der Teusel nur, um mich zu stärken,
Mir einen einz'gen, lump'gen Schoppen Wein —Ich glaub' mit diesem magern KümmeltürkenWürd' ich in zwei Sccunden fertig fein.
Fünfter Auftritt.
Trnfet. Christian.
Teufel (erscheint mit einer Kanne und einem Becher).
Hier ist ein Wein, man schnalzt darnach die Zungen,Credenz' ihn gern so einem lieben Jungen.
(Christian betrachtet den Teufel mißtrauisch von oben bis unten,dann bekreuzt er sich und nimmt den Becher.)
Christian (indem er trinkt.)
O dieser Wein! noch nie trank ich solch' Schöppchen/
Man sagt umsonst nicht: „Teufel, welch' ein Tröppchen."Er fährt durch's Blut wie Lebenselirir —
(Mit einem zweiten mißtrauischen Blick auf den Teufel.)Wer Du auch sein magst — doch ich danke Dir!
So jetzt kann's wieder losgch'n, Türke her!
(Sie fechten, der Türke fällt)
Da liegt er schon im Sand und zappst nicht mehr.
Teufet.
Bravo, bravo, Ihr seid ein wackrer Degen.
Christian (wieder mit mißtrauischem Blick.)
Hm, bin um Lob von Euch nicht grad' verlegen!