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Neunter Auftritt.
Gleichen. Kunigunde. Mönch. Minnesänger. Cnstellan.Mönch.
In nomins ckomini, ich segne dieses Haus,
Sind Teufel drin, ich treib sie alle aus;
Der Mensch steckt tief im schwarzen Sündenschlamme,
Ich kämm' ihn aus mit meinem Gnadenkamme.
An Gnaden reich ist Palästina's Sand,
Ich pred'ge Wallfahrt nach dem heil'gen Land;
Sammle zugleich für den Bedarf des Jahres,
Für's Kloster nebenbei auch etwas Baares;
Auch flüssige Gabe soll willkommen sein;
Denn knapp und sauer ist unser Klosterwein.
Minnesänger.
Mein edler Graf, hier beidenthalben DeinDes Wortes Mannen steh'n selband zu zwei».
Der sagt den Weg Dir, draus Du Buße thust,
Ich sing' Dir zu, wie leichte drauf zu Hüpfen,
Der schließt das Thor Dir vor der Freud' und Lust,
Ich sing' Dir, wie durch's Schlüsselloch zu schlüpfen.
Doch soll das Lied des Sängers gülden sein,
Muß güldner Dung in seine Tasche fleußen,
Und wenn er duft'ge Blume hat, Dein Wein,
Wirst Du auch blumenduftigen Sang geneußen,
Und daß der Sang fein adlig sich bewege,
Man neue Kleider an den Sänger lege,
Der Sänger der getrag'ne Kleider gehrt,
Der ist des echten Minnesangs nicht werth.
Gleichen.
Ha, Weib! aus Dieses Ernst und Jenes Scherzen,
Ich fühl' schon halb getröstet mich im Herzen.
Laß rollen ihnen zu das gelbe Gold,
Dem für das Kloster, dem als Minnesold.
Bring' alles, was die Speisekammer schließet,
Und was im Keller Allerbestes fließet.
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