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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
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Mir nichts, dir nichts, die Köpf er abgeschlagen.

Die sollen als Phantome riesengroß

Beim Mahle ihn, den Kopf im Arm, umschweben.

Sie lassen ihn gewiß so bald nicht los,

Weinhändler waren's ja in ihrem Leben.

Und wenn er dann von Saal zu Saale flieht

In tausend Aengsten immer bänger, bänger.

Und hinterher im leisen Geisterschritt,

Den Kops im Arm des Rhein's gespenst'ge Dränger,

Dann schick ich einen Mönch und einen Sänger;

Und, glaub er's, solch gemischte Kumpanei,

Das Weltall könnt' sie heben aus dem Gleise

Zum Kreuzzug werden werben ihn die zwei,

Und jeder wird's auf seine eig'ne Weise.

Der Mönch wird pred'gen, daß an Joppe's StrandAusschwitzbar jede Sund' im Wüstensand.

Des Sängers Lied umnebeln wird die Sinne,

Von Beute Cypernwein und Haremsminne,

Und bald wird zieh'n der Graf zum heil'gen Land,

Halb abgehärmter Büßer und Casteier,

Halb Stegreifritter, der auf Abenteuer.

Lastrllan.

Ha, Satan, Deine Helfershelfer treib,

Daß bald sie ihn entführst: mit Schild und Lanze.

Teufel.

Und Dein wird sein Kun'gundens weißer Leib,

Dein diese Burg, und Du der Baas von's Ganze.

(Teufel verschwindet.)

Castell an (zusammenfahrend).

Der Baas von's Ganze, hört! (Er sicht sich um.) Ha, er

ist weg,

Sprach ich denn eben hier nicht mit dem Teufel?

Röch's nicht im Saal nach Schwefel noch und Pech,

Könnt zieh'n den ganzen Dialog in Zweifel.

Doch hier sein kann der Graf im Augenblick,

Noch bin ich Diener, muß mich zieh'n zurück.