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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
Seite
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Dritter Auftritt.

Christian, Hans und Kunz, (letztere mit Kannen und Schüsseln).Christian.

Jetzt deckt den Tisch und tummelt Euch, Ihr Lumpen,

Setzt hier die Kanne her und dort den Humpen,

Hier, rechts und links, setzt der Spanferkel zween,

Der Hammel muß in ihrer Mitte steh'n.

Hierher das Schnappmesser des gnäd'gen Herrn,

Den Zahnstocher daneben, nicht zu fern,

Daß Graf und Gräfin zweisam ihn benützeJe nach Bedarf und in des Kampfes Hitze.

(Geht auf und ab.)

Hans

(zu Kunz, der mit ihm die Mahlzeit herrichtet.)

Der Wein hier in der Silberkanne schwerIst sicher Rheinwein, so will mich bedünken.

Hunx.

Hör' Hans der Meister Christian schaut nicht her,

Laß' uns ein schnelles kräft'ges Schlückchen trinken.

(Die Beiden trinken abwechselnd.)

Christian (sich umsehend).

Was seh' ich, Ihr Spitzbuben, Ihr Hallunken,

Trinkt uns'rcs gnädigen Herren Wein o HimmelAls wär' es Dünnbier in den Dorsspelunken,

Wo ihre Kehle baden Bauernlümmel,

Solch Göttertrank, Sankt Nepomuck verzeihe,

Solch Perlenwein, vor solche Säue!

Hans und Kunz.

Ach, Meister Christian, bitten um Verzeihungs' war nicht aus Durst, s' war nur so aus Zerstreuung.Christian.

Ein schönes Diebsgesindel hier im Haus

Hinaus mit Euch Schlingel zur Thür hinaus!

(Er giebt jedem eine Ohrfeige. Hans und Kunz ab.)